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Das Mekong Delta – Vietnams Reiskammer und Flussparadies

Wie das Mekong-Delta zum Beinamen Reiskammer gekommen ist, versteht sich von selbst, wer einmal mit einem Boot über die Kanäle gefahren ist. Dieses Flussgebiet ist anders, noch besinnlicher, es ist lebhaft, ohne städtisch zu sein – es ist eben das Mekong-Delta.

Das Mekong-Delta beginnt hinter Ho Chi Minh City (Saigon) und gleicht einer vollkommen anderen Welt. Bäume, die durch den Wind tänzeln, üppige Palmenlandschaften und überall „grüßende“ Bananen. Schaut man sich um, gibt es am Uferrand zahlreiche Wasserbüffel zu sehen, die sich in ihrer Ruhe und Beschaulichkeit der Einwohner angepasst haben.

Am besten lässt sich das Mekong-Delta natürlich über den Wasserweg entdecken. Wer sich gut und intensiv erkundigt, wird sich auf Schiffen einmieten können, auf denen man keineswegs auf Komfort verzichten muss. Einige umgebaute Reisbarken, zum Beispiel die „Jarai“, lässt sogar Luxus pur genießen.

In Orten wie Can Tho oder Vinh Long ist der Alltag Vietnams zum Greifen nahe und überall liegt der so bezeichnende Duft, den die Reisfelder verströmen, in der Luft, eine Sehenswürdigkeit die man sich einfach nicht entgehen lassen sollte. Der Mekong hat viele verschlungene Flussarme und jeder hält seine Eigenheiten und Überraschungen bereit. Das Einzige, was sie vereint, ist die Gastfreundschaft jedes einzelnen Vietnamesen. Wer vom vielen Reis genug hat – auch das Obst ist hier ausgezeichnet, oftmals auch saftiger und leckerer als andernorts.

Der Atemberaubende Süden Vietnams

Wirtschaftszentrum trifft Inselkulisse

Der Süden des Landes zählt nicht zuletzt durch Ho Chi Minh Stadt (früher Saigon) zum pulsierenden, wirtschaftlichen Ballungsgebiet. Haupteinnahmen sind natürlich der Tourismus, die Textilindustrie, aber auch Fischerei und Landwirtschaft. Erst in den vergangenen Jahren ist die Elektronik- und Erdölindustrie entdeckt worden.

Das südliche Vietnam, insbesondere die Badeorte und wunderschönen Inseln Phu Quoc und Ba-Ria-Yung-Tau, werden von den Touristen (auch wegen des angenehmen Klimas) sowie einheimische Investoren geschätzt. Südvietnam ist aufgeschlossener, strebsamer und besitzt Vertrauen in ausländische Investitionen. Zudem ist die Bürokratie hier leichter zu handhaben als im Norden, dem politischen Machtzentrum des Landes.

Sehr beeindruckend in Südvietnam sind die traditionellen Sehenswürdigkeiten wie die schwimmenden Märkte, von denen der Cai-Rang-Markt besonders erwähnenswert ist. Dieses einmalige Erlebnis, dieses morgendliche Treiben, das Manövrieren der Boote zwischen Gurken und Kochtöpfen ist ein Muss bei einer Reise in den Süden Vietnams.

In Nha Trang steht die Long-Son-Pagode, der weiße Buddha Kim Than Phat To. Der Weg hier hinauf führt über 150 Stufen an bunten Drachen vorbei und ist mehr als lohnend. Einen weiteren Tempel ist in Nha Trang anzutreffen. Vier Türme sind der Namensgeberin, Schutzgöttin und Inkarnation Shivas, Cham-Tempel Po Nagar zu Ehren errichtet. Wenn man die Stufen empor gestiegen ist, wird man belohnt mit einem atemberaubenden Blick über den Hafen mit seinen idyllischen Fischkuttern.

Muri Ne, eine kleine Halbinsel im Süden Vietnams, verzaubert durch seinen Hafencharme und möchte am liebsten mit einem Jeep oder zu Fuß erkundet werden.

Der Norden Vietnams und deren schönen Sehenswürdigkeiten

Zum Norden Vietnams gehört die Region um die Landeshauptstadt Hanoi und zudem der Bereich vom Bergdorf Sapa bis über das Rote-Fluss-Delta und der Halong-Bay. Die Provinzen im Norden des Landes gelten als deutlich ärmer als der Süden, weil sie viel weniger von dem Tourismus zu spüren bekommen als anderswo. Im Norden des Landes wohnen etwa 50 % der vietnamesischen Gesamtbevölkerung, die meisten Menschen wohnen davon im Rote-Fluss-Delta. Auf einem Quadratkilometer leben hier 1.250 Personen, was sie zur dicht besiedelsten Region macht.

Charakteristisch für den Norden des Landes sind die Gebirgslandschaften mit ihren massiven Schluchten, die schillernden Reisterrassen und nicht zu vergessen: die pulsierenden Städte und die liebenswerte Bevölkerung und unglaublichen Sehenswürdigkeiten.

Wichtige Städte und Bezirke sind neben Hanoi, Haiphon, Ninh Binh, Vinh, Donh Hoi, Sa Pa und Cat Ba.

Wer in Vietnams Norden Urlaub macht, der kommt an den Höhlen nicht vorbei. Die vielen Tropfsteinhöhlen sind charakteristisch für die berühmte Ha-Long-Bucht. Die Holzstangenhöhle Hang Dau Go ist nur eine der Höhlen. In dieser Höhle sollen die vielen Waffen versteckt gewesen sein, mit denen die Vietnamesen die Mongolen im 13. Jahrhundert bekämpft haben. Ebenfalls ein Erlebnis der besonderen, akustischen Art ist der Besuch der „Trommelgrotte“ Hang Trong, in der der Wind faszinierende Töne erklingen lässt.

Das Bergdorf Sapa lädt zu Wanderungen durch Reisfelder und über Hängebrücken ein – immer mit dem Blick auf die zahlreichen Wasserfälle und die malerischen Kulissen. Individualisten lassen es sich hier nicht nehmen, die Gastfreundschaft der Bergbewohner auf besondere Art zu genießen: per Übernachtung oder indem man die Frauen der Dörfer bei ihren traditionellen Handarbeiten beobachtet. Die einfachste Lebensweise, die Abgeschiedenheit, sind bewegende Highlights einer Reise nach Nordvietnam.

Allgemeine Vietnam Informationen

So vielfältig, dass ein Urlaub in Vietnam nicht reicht

Vietnam ist als Reiseland noch relativ jung und unbekannt, obwohl es über eine ausgezeichnete Hotelstruktur verfügt und mit exzellentem Service zu beeindrucken weiß. Ein Küstenstreifen, der dicht besiedelt ist, karges Hinterland und nicht enden wollende Flusslandschaften – das ist nur drei von vielen Facetten Vietnams.

In Vietnam findet der Urlauber alles, was er braucht – und sogar noch ein bisschen mehr: Strände, die zum Träumen einladen, imposante Gebirgszüge, gastfreundliche Menschen, Sehenswürdigkeiten, Kultur sowie alle erdenklichen Angebote hinsichtlich Freizeitaktivitäten. Es gibt etliche Gründe, sich für das Reiseziel Vietnam zu entscheiden – nicht nur, weil es sich gerade vor Ort als ausgesprochen preiswert erweist.

Vietnam grenzt an China, Kambodscha sowie Laos und bietet alle Begebenheiten, die es für Wassersport oder Wellness-Urlaub an langen Sandstränden benötigt. Und wer das prall gefüllte Kulturangebot Vietnams erkunden möchte, wird aus dem Staunen nicht herauskommen und sicher noch weitere Reisen in das Land planen „müssen“.

Alleine für die vielen Sehenswürdigkeiten in Hanoi braucht man mehrere Tage, denn das Mausoleum von Ho Chi Minh, das malerische Alt-Hanoi, oder die Baukunst des Literaturtempels sind nur drei von beinahe unzähligen Plätzen, die man in Hanoi gesehen haben sollte.

Im Nordosten Vietnams befindet sich Halong Bay (Halong-Bucht) – eine Region, die zweifelsohne zu den schönsten Landschaften im asiatischen Raum zählt. Zentral-Vietnam besitzt mit den Städten Hoí An und Ho Chi Minhh (früher Saigon) gleich drei, die zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. In Ho Chi Minhh sollte man unbedingt die Notre-Dame Kirche gesehen haben. Doch die moderne und farbenfrohe Metropole bietet weit mehr: mehrere eindrucksvolle Pagoden, Museen, Theater und natürlich Märkte, auf denen stets ein reges Treiben herrscht.

Auch eine Fahrt auf den Wasserstraßen im gigantischen Mekong-Delta darf auf keiner Vietnam-Reise fehlen. Das Mekong-Delta, das an der Grenze zum alten Saigon beginnt, hält unsagbar viele Eindrücke und Facetten bereit, die jeden Reisenden tief und eng mit Vietnam verbinden. Denn nirgends sonst verbindet sich die Vielfalt des Landes so deutlich.